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El maquinista - er raste in die Kurve

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"El maquinista" beherrscht die Schlagzeilen der spanischen Medien. Er scheint der Verursacher des schweren Zugunglücks vor Santiago de Compostela zu sein, das sich vor kurzem ereignete und vielen Passagieren das Leben kostete. "Maquinista" ist der "Lokomotivführer". Durch zu hohes Tempo verursachte er ein "descarrilamiento" des Zuges. Es soll vor einer gefährlichen Kurve "nicht die Bremsen betätigt haben", was man auf spanisch "no accionó el freno" nennt. Jetzt steht der "maquinista" "ante el juez" (vor dem Richter) und muss sich für sein Verhalten rechtfertigen.

La aceitera rellenable - liegt der EU auf dem Magen

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In spanischen Restaurants findet man sie auf dem Tisch, die "aceitera rellenable", das "wiederauffüllbare Ölkännchen". Auf Drängen insbesondere der andalusischen Olivenölindustrie sollte diesem Ölspender der Garaus gemacht werden und zwar über eine Richtlinie der europäischen Union. Der ahnungslose Versuch der Umsetzung durch den Landwirtschaftskommissar wurde jedoch von einigen Medien bemerkt und darauf setzte ein regierungsamtlicher Shitstorm vor allem aus Großbritannien und Deutschland ein. Worauf die EU völlig verdattert ihren Regelungsversuch zurücknahm. Die andalusische Olivenölindustrie knirscht dafür mit den Zähnen, denn ihr Vorschlag, dass nur nicht auffüllbare Fläschchen mit Olivenöl auf den Tisch gehörten, damit der Verbraucher nicht mit minderwertigem Sonnenblumenöl oder ähnlichem Schmu betrogen wird, wird ihr weiterhin Geschäftseinbussen bringen. Scheinbar gibt es gerade in den Südländern einen Missbrauch mit dem Öl auf Restauranttischen oder auf span...

Mit "Contrato Unico" gegen die Arbeitslosigkeit?

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Spanien leidet unter einer extrem hohen Arbeitslosigkeit. Grund für Überlegungen, wie man das ändern kann. Spanische Arbeitgeber haben bisher den "contrato temporal", den "befristeten Arbeitsvertrag" geliebt, er ermöglichte es die Arbeitssuchenden kurzfristig einzustellen und schnell wieder los zu werden. Da die Zahl der befristet Beschäftigten extrem hoch war, stieg auch in konjunkturell schlechten Zeiten wegen Beendigung der Verträge die Arbeitslosenquote rasant. Deswegen hat die spanische Regierung jetzt auf Drängen der EU bei ihrer Arbeitsmarktreform auf den "contrato unico", den "Einheitsvertrag" gesetzt, um den Arbeitsmarkt zu flexibilisieren (flexibilisar). Kenner der derzeitigen Regierung befürchten, dass das nicht eine Verbesserung für die bisherigen Zeitvertragsinhaber sein wird, sondern, dass diejenigen mit festem Arbeitsvertrag schlechter gestellt werden.

Die Spanier machen Politik mit "el escrache"

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Die Zeitungen in Spanien sind zur Zeit voll mit dem Wort "escrache". "Escrache" hier, "escrache" dort. Die Webseite " Diagonalweb " definiert den Begriff wie folgt: "Una herramienta que consiste en señalar publicamente a los responsables de ciertos conflictos". Das heisst: "Ein Werkzeug, das darin besteht, öffentlich auf die Verantwortlichen von bestimmten Konflikten zu zeigen". Für die Organisation der "escrache" gibt es sogar eigene Kommissionen, so z.B. in Madrid die  "Comisión de Escraches de Madrid". Zur Zeit trifft  vor allem Abgeordnete, die bessere Regelungen für Zwangsräumungen verhindert haben, der Zorn der Bürger und Bürgerinnen. Sie machen sich dann vor der Wohnung des betreffenden Abgeordneten mit einem "escrache" Luft.

Bancos de alimentos - wenn man Nahrung nicht mehr zahlen kann

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Die "bancos de alimentos" haben in Spanien Hochkonjunktur. Es handelt sich um "Lebensmittel-Banken", ein Begriff für die Sammlung und kostenfreie Verteilung von Lebensmitteln an Bedürftige durch Wohltätigkeitsorganisationen. Diese Organisationen haben heute Alarm geschlagen. Zwar sei die Spendenbereitschaft noch nie so groß wie zur Zeit, aber die Regale wegen der großen Nachfrage auch noch nie so leer gewesen. Die derzeitige Wirtschaftskrise habe viele Menschen in die Armut getrieben. Die Vereinigung der spanischen Lebensmittel-Banken weist jetzt daraufhin, dass in Spanien jährlich 8 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen werden.

Estrategia NAOS - Krieg gegen falsche Essensgewohnheiten

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Das Wort "Estrategia" steht für "Strategie" und " NAOS " ist eine Abkürzung für "Nutrición, Actividad Física y Prevención de la Obesidad". "Nutrición" bedeutet "Ernährung, "Actividad Física" "physische Aktivität" oder in diesem Zusammenhang "Bewegung" und "Prevención de la Obesidad" ist die "Vorbeugung gegen Fettsucht". Der allgemeine Gesundheitszustand der Spanier hat inzwischen vor allem durch industriell gefertigte Nahrunsmittel sehr gelitten,  so dass sich die Regierung zum Einschreiten verpflichtet sah. Im Jahr 2005 wurde deshalb die Strategie "NAOS" auf den Weg gebracht. Damit will die spanische Regierung die Bevölkerung für das Thema Fettsucht sensibilisieren und Initiativen unterstützen, die vor allem Jugendliche dafür gewinnen wollen gesund zu leben, indem sie gesunde Lebensmittel zu sich nehmen und sich bewegen.

Casco ciclista - umstritten bei spanischen Freizeitradlern

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Der "casco ciclista" soll dem Schutz des Fahrradfahrers dienen. Es ist der "Fahrradhelm". Das spanische Innenministerium will es den Radfahrern zur Pflicht machen, diesen Helm immer zu tragen, auch innerhalb der Städte. Bisher war das Gebot beschränkt auf die großen Verkehrsstraßen. In Sevilla gibt es deshalb eine "pólemica", sprich ein "Streit", ob das wirklich eine sinnvolle Maßnahme ist. Während andere Städte ihre "férrea oposición" (eiserne oder entschlossene Opposition) gegen diese Auflage gezeigt haben, war es in Sevilla bisher ruhig. Vermutlich hat man das Gebot einfach nicht ernst genommen.