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Descorbatado - finden manche furchtbar

Das Wort "descorbatado" ist in den meisten Wörterbüchern noch nicht zu finden, da es ein Produkt der letzten Tage ist. Der spanische Parlamentspräsident hat nämlich Anstoss daran genommen, dass der Industrieminister "descorbatado" im Parlament erschienen ist. Ihm fehlte ein wichtiges Kleidungsstück, "la corbata", "die Krawatte". Er war also "descorbatado", "krawattenlos", was für den Parlamentspräsidenten ein Verstoss gegen die Etikette des Parlaments war. Aus Protest gegen die Maßregelung des Ministers liessen heute weitere "diputados", "Abgeordnete", ihren Schlips zu Hause. Einige Abgeordnete finden Korinthenkackerei des Parlamentspräsidenten als "súper banal", was ich hiermit mit "super primitiv" übersetze und mich dem Aufstand der Krawattenlosen anschliesse.

Quiosco digital - schöne neue Welt

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In der spanischen Medienwelt steht eine Revolution an in Form des "quiosco digital", des "digitalen Kiosks". Die Zeitung "El Pais" hat zusammen mit anderen Medien die Internet-Plattform " Kiosko y Más " ins Leben gerufen. Hier kann man als "usuario", "Nutzer", mehr als 30 "diarios" und 60 "revistas", "Zeitschriften", in digitalisierter Form kaufen. "El Pais" lobt sich, damit einen "salto tecnológico", "technologischen Sprung", geschafft zu haben.

Test de estrés - zur Zeit für Banken und Atomkraftwerke

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Spaniern fällt es schwer die Buchstabenkombination "st" am Anfang eines Wortes auszusprechen. Deshalb wird das englische Wort "stress" im Spanischen zu "estrés". Bei "test de estrés" handelt es sich somit um ein spanisches Fremdwort, das bei uns wiederum auch als Fremdwort "Stresstest" lautet. Die Spanier verwenden dafür aber auch noch eine andere Wortkombination, nämlich die "prueba de resistencia".Wörtlich heisst das "Widerstandsprüfung". Zur Zeit ist dieser Test in Europa sehr populär. Er wird bei Banken angewandt, die auf ihre Bankrottfestigkeit geprüft werden oder auf Atomkraftwerke, bei denen nach der AKW-Katastrophe in Japan nach verschärften Sicherheitsstandards ihre Unfallanfälligkeit überprüft werden soll.

Teletrabajo - soll funktionieren, wenn man sie ernst nimmt

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"Teletrabajo" kennen wir als "Heimarbeit", in Spanien auch "trabajo a distancia", also "Arbeit auf Distanz", genannt. In der spanischen öffentlichen Verwaltung, der "Administración" ist sie ausprobiert worden. Es ist festgestellt worden, dass sie funktioniert, wenn man "empleados motivados", "motivierte Beschäftigte", hat, die ihre Zeit selbstständig einteilen können (que sepan organizar su tiempo).

Ferrolinera - Bahn soll das Auto mobil machen

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Es scheint sich im Spanischen eine neue Wortentwicklung abzuzeichnen. Nachdem das Elektro-Auto für die Mobilität der Zukunft sorgen soll, meint man in Spanien einen neuen Trick gefunden zu haben, um das Auto mit dem nötigen Stoff zu versorgen. Es handelt sich um ein "Ferrolinera", von dem spanische Medien schreiben, dass "el ferrocarril", die "Eisenbahn" auf den "coche eléctrico", das "Elektroauto" gesetzt wird. Wörtlich übersetzt: "Die Eisenlinie" oder wie wär's mit "Eisenbahnauto"? Der spanische Eisenbahnnetzwerkbetreiber will aus den Bremsvorgängen der Hochgeschwindigkeitszüge (trenes de Alta Velocidad) Energie gewinnen, die zum Aufladen der Batterien der Elektroautos benutzt werden soll. Wenn das klappt, werden die Bahnhöfe zu Tankstellen!

Anti-desahucios - Widerstand gegen den Gerichtsvollzieher

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Viele spanische Familien können auf Grund der Wirtschafts- und Finanzkrise ihre "hipotecas", "Hyptoheken", für ihre Wohnung nicht mehr bezahlen. Ihnen droht die "desahucio", "Zwangsräumung", wegen "impago", "Zahlungsunfähigkeit". Gegen die Zwangsräumungen hat sich eine Bewegung der "Anti-desahucios" gebildet. Diesen Begriff gibt es auch in der Form von "antidesahucios". Die Aktivisten treten gemeinsam auf, wenn eine Zwangsräumung droht und versuchen, diese zu verhindern. Sie sind eng verbunden mit der Bewegung 15-M .

Querétaro - schöner kann Spanisch nicht sein

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Heute feiert Spanien den "Día E", ausgeschrieben "Día del español" somit auf Deutsch den "Tag des Spanischen". Aus diesem Anlass wurde das schönste Wort der spanischen Sprache gewählt, "la palabra más bonita del español". 33.000 Menschen entschieden sich im Internet für das Wort "Querétaro". Dies ist der Name einer mexikanischen Stadt. Der Name bedeutet "isla de las salamandras azules", "Insel der blauen Salamander". Etwas ungewöhnlich ist diese Wahl schon. Aber da steckt noch etwas anderes dahinter: In dieser mexikanischen Stadt ereignete sich bei den Fußball-WM 1986 ein "milagro", "Wunder". Spanien schlug damals die favorisierten Dänen mit 5:1 und das Spiel ist in der kollektiven Erinnerung der Spanier hängen geblieben. Der "Día del español" wird vom Instituto Cervantes , dem spanischen Auslandskulturinstitut, organisiert.