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Pin parental - eine Erfindung spanischer Reaktionäre

Zur Zeit ist in den spanischen Medien ständig von "pin parental" die Rede. Die reaktionär-faschistische Partei Vox, die bei den letzten Wahlen einigen Erfolg hatte, ist für diesen Begriff verantwortlich. Eigentlich handelt es sich um ein "veto parental" und bedeutet, dass Eltern bei ausserschulischen Aktivitäten ein Veto bezüglich der Teilnahme ihrer Kinder haben sollen. Wörtlich übersetzt handelt es sich als um ein "elterliches Vetorecht". Das Wort "pin" kommt aus dem englischen und bedeutet soviel wie "Anstecknadel". Die Vox-Partei versucht mit solchen Aktionen zu erreichen, dass Eltern die Teilnahme ihrer Kinder an "Gesprächskreisen, Werkstattprojekten oder Aktionen, die ideologisch belastet sind" verhindern können. Das Hauptziel ist zur Zeit die "educación sexual", der Sexualunterricht an den Schulen, der den spanischen Reaktionären ein Dorn im Auge ist.

"Manos a la obra" - In Spanien wird jetzt in die Hände gespuckt

Der neue spanische Ministerpräsident hat seine Regierungsmannschaft heute aufgefordert "que se pongan manos a la obra", was wörtlich übersetzt "sie sollen ihre Hände an die Arbeit legen" heißen würde, was man wohl im Deutschen besser mit "sie sollen in die Hände spucken" oder "sie sollen sich an die Arbeit machen" übersetzen würde.

Wie der spanische Buchstabe "ñ" zum Schimpfwort wurde

Der Buchstabe "ñ", als "enje" bezeichnet, hat eine zentrale Stelle im Landesnamen "España". Ihn gibt es nur im kastilischen Spanisch.  Die iberische Halbinsel verfügt aber über mehrere Sprachen, vor allen im nördlichen oder nordöstlichen Spanien. In diesen Sprachen wie auch im Portugiesischen kennt man das das "ñ" nicht. Auch im Katalanischen gibt es ihn nicht. Während Madrid den Katalanen die Bezeichnung "Cataluña" verpasst, nennen die Katalanen ihr Land "Catalunya". Das "ñ" entwickelte sich zur Kennzeichnung der Madrider kastilischen Zentralisten und ist dabei in einem herabwürdigenden Sinne gemeint. Es wird in allerlei Wortkombinationen verwandt und dabei oft großgeschrieben. "Los Ñ", das sind dann die Bewohner Zentralspaniens.

SAMUR rettet in Madrid

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"SAMUR", auch mit einem Bindestrich "SAMUR-protección civil" geschrieben, ist die Abkürzung für den Notfalldienst der spanischen Hauptstadt Madrid. Ausgeschrieben lautet die Bezeichnung: " S ervicio de A sistencia M unicipal de U rgencia y R escate" übersetzt: "Städtischer Dienst für Hilfe in Not- und Rettungsfällen". Der Zusatz "portección civil" bedeutet "Zivilschutz".

La ultraderecha - gar nicht so neu in Spanien

Ein europäisches Phänomen wiederholt sich auch in der spanischen Politik: Rechtsextreme tauchen in den Parlamenten auf. In Spanien wird der Rechtsextremismus "ultraderecha" genannt und dieser Begriff taucht jetzt vermehrt auch in den spanischen Medien auf. Er ist vor allem mit der neuen Partei VOX verbunden, die offen mit faschistischen und fremdenfeindlichen Parolen hausieren geht und damit auch Erfolg hat. Dabei ist der Rechtsextremismus kein neueres Phänomen in Spanien: Die alten "fachas" (populär für Faschisten) gab es im Gefolge der Franco-Diktatur schon immer und sie haben in der Gesellschaft immer noch eine große Bedeutung.

Discurso de odio - auch in Spanien ein Problem

Die sozialen Medien im Internet geben vielen Menschen die Möglichkeiten nicht nur sich miteinander auszutauschen, sondern sich gegenseitig mit Schmähungen und Hass zu überhäufen. Dies führt inzwischen zu neuen Wortschöpfungen wie "Hassrede" oder englisch "hate speech". In Spanien gibt es die Wortbildung "discurso de odio" dafür. "Discurso" für "Rede" und "odio" für "Hass".

Carne mechada - sorgt für Skandal in Andalusien

"Carne mechada", in Andalusien "carne mechá" genannt, ist eine Methode, um Schweinefleisch in seinem eigenen Saft zu kochen. So beschreibt Wikipedia (spanisch) das in Andalusien sehr beliebte Gericht. Könnte man als "Schweinebraten" übersetzen. In Verruf geraten ist es in diesem Sommer dadurch, dass größere Mengen der von der Firma Margulis in Sevilla hergestellten Produkte mit Listeriose verseucht auf den Markt kamen. Viele Menschen mussten nach dem Genuss in das Krankenhaus eingeliefert werden, drei Personen starben an der Vergiftung.