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En Marea - ein Parteienbündnis

"En marea" heißt wörtlich "zu Gezeiten", tatsächlich handelt es sich um ein in den letzten Wochen im Wahlkampf des öfteren erwähntes Parteienbündnis in Galicien (Galicia). Das Bündnis besteht aus den Parteien Podemos , Anova und Esquerda Unida. "Podemos" (Wir können) ist bei den Wahlen am 20. Dezember 2015 aus dem Stand (davor nicht im Parlament vertreten) zur drittstärksten Partei geworden. Anova steht für "Renueva-Hermandad Nacionalista" und bedeutet "Erneuerung- Nationalistische Bruderschaft". "Esquerda Unida" ist die galicische Version von "Izquierda Unida" und bedeutet "Vereinigte Linke".

Top manta - illegal und ambulant

Als "Top manta" bezeichnet man in Spanien ein Verkaufsstand von Straßenhändlern, die "manteros" genannt genannt werden. Beim "Top Manta" kann man in der Regel nachgeahmte und gefälschte Markenprodukte kaufen. Der "Top Manta" ist derartig gestaltet, dass der "mantero" ihn mit einem Griff zusammenklappen und fliehen kann, falls sich Polizei nähert, die ihm das Geschäft vermiesen will. Schwerpunkt der angebotenen Produkte sind Raubkopien von Musik CD's (CD musicales), Film-DVD (DVD de video comerciales) und Computerspiele (videojuegos).

Trigo limpio - spanische Sauberkeit und Flüchtlinge

"Trigo limpio" bedeutet eigentlich "sauberer Weizen". Es gibt eine Redensart "alguien no es trigo limpio", was bedeutet, dass jemand falsch oder nicht sauber im moralischen Sinne ist. Auch Kennzeichnung für jemanden, auf den man sich nicht verlassen kann. Wer diese  Redensart vor kurzem wieder zu Ehren gebracht hat, ist der Erzbischof (arzobispo) von Valencia, Antonio Cañizares, der von Flüchtlingen behauptete, dass sie eben nicht "trigo limpio" seien. Er schwadronierte auf einer Versammlung bar jeder christlichen Nächstenliebe über die Tücke von Flüchtlingen. Jetzt hat er eine empörte Öffentlichkeit am Hals.

SEM - will die autolose Mobilität fördern

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Bei der SEM handelt es sich um die  "Semana Europea de la Movilidad", die "Europäische Woche der Mobilität", die vom 14 bis 22 September stattfinden wird. Die Woche hat das Ziel, den Bürgern den Nutzen des (öffentlichen) Stadtverkehrs (transporte urbano), des Fahrrads (bicicleta) und des "zu-Fuss-gehens" (peatonal) bewusst zu machen. In diesem Zusammenhang gibt es noch die weitere Abkürzung EEMS, was " Estrategia Española de Movilidad Sostenible " bedeutet. Übersetzt: "Spanische Strategie zur nachhaltigen Mobilität". Verantwortlich für diese Strategie ist das "Ministerio de Agricultura, Alimentación y Medio Ambiente", das "Ministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Umwelt".

Aplicación de móvil - bestimmen seit neuestem unser Leben

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"Una aplicación de móvil" ist  "eine Mobiltelefon-Anwendung". Simpler in der modernen High-Tech-Sprache nennt man das eine "App". Letzteren Begriff verstehen auch Spanier. Gedacht sind diese "Apps" für "teléfonos inteligentes" (Smartphone), "tabletas" (Tablet-PC). Es gibt "aplicaciones móviles", die "gratuita" (gratis) sind und andere "de pago" (gegen Bezahlung).

Pitar al himno - für konservative Spanier ein Staatsverbrechen

"Pitar" bedeutet "pfeifen" und "himno" ist die "Hymne", wobei die "Nationalhymne" gemeint ist. Der Ausdruck soll somit bedeuten, dass man während des Abspielens der spanischen Nationalhymne pfeift. Im Spanien der divergierenden Nationalitäten durchaus üblich, aber bei den Herrschenden äußerst unbeliebt. Besonders beliebt ist das Pfeifen auf die Nationalhymne im Rahmen von Fußballspielen. 2009 hatte der oberste spanischen Gerichtshof auf die Klage der Faschisten-Gewerkschaft "Manos Limpios" (Saubere Hände) entschieden, dass das Pfeifen beim Abspielen der Hymne durch das Recht auf freie Meinungsäusserung gedeckt sei. Die spanische Regierung überlegt zur Zeit, dieses Recht durch ein Gesetz einzuschränken.

Chivo expiatorio - die spanische Regierungspartei ist auf der Suche nach ihm

"El chivo expiatorio", das ist der Sündenbock. "Chivo" ist eigentlich ein junger Ziegenbock, der in früheren Zeiten geopfert wurde, um höhere Mächte günstig zu stimmen. Zur Zeit ist die spanische Regierungspartei Partido Popular in argen Nöten. Jahrelang hatte sie mit versteckten Kassen gearbeitet und gegen die Gesetze verstossen. Die Kassen wurden in der Regel mit Korruptionsgeldern gefüllt. Rosendo Naseiro war 1989 Schatzmeister dieser Partei als der Skandal ruchbar wurde. Er ahnte schon, was er gegebenenfalls werden sollte: Der "chivo expiatorio". Deshalb hinterlegte er bereits in dieser Zeit eine Mappe mit wichtigen Informationen bei einem Notar für den Fall, dass die Partei tatsächlich versuchen würde ihn zum Sündenbock zu machen. Diese Mappe könnte jetzt zu einem großen Problem für die Partido Popular werden. Die Schlagzeile der Webseite "ElDiario.es" lautet heute so: Rosendo Naseiro entregó ante notario un lote de información comprometedo...