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La prima de riesgo - eine ungewünschte Prämie

Spanien hat es zur Zeit nicht leicht. Die geplatzte Immobilienblase macht den Banken schwer zu schaffen und der Staat ist hoch verschuldet. Da leiht man sich gerne Geld, aber als angeschlagener Kunde muss man jetzt mit einer hohen "prima de riesgo" rechnen. Das bedeutet "Risikoprämie" oder "Risikozuschlag". Auf dem Markt für Staatsanleihen, in spanisch auch "mercado de deuda pública" (wörtlich Markt für öffentliche Verschuldung) ist die Risikopräme der Aufschlag ("sobreprecio"), der auf dem Markt bezahlt werden muss, um sich im Vergleich zu solideren Ländern zu refinanzieren.

Grito mudo - so protestieren die Empörten

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Die Bewegung 15-M auch die Bewegung der "Indignados" (Empörten) genannt erhält in diesen Tagen angesichts der harten Sparpolitik und der desolaten Wirtschaftslage neuen Schwung. In vielen spanischen Städten protestierten tausende Bürgerinnen und Bürger, insbesondere aus der Jugend. Eine Form ihrer Protestes besteht im "grito mudo", dem "stummen Schrei". Dafür verkleben die Protestierenden für ein paar Minuten ihren Mund ("tapando la boca) mit Klebestreifen. Danach reissen sie sich diesen vom Mund und beginnen zu schreiben ("gritar").

Doctrina Parot - im Namen der Rache

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Bei der "Doctrina Parot" , "Parot-Doktrin" geht es um den spanischen Strafvollzug. Nach dieser Doktrin geht es darum, dass Gefangenen, obwohl sie die Bedingungen dafür erfüllen, keine der im Strafvollzug möglichen Vergünstigungen gewährt werden, die die Resozialisierung fördern sollen. Den Namen hat die Doktrin vom Fall eines Gefangenen Henri Parot, der der Terror-Organisation ETA angehörte. Das Oberste Gericht hat in seinem Fall bestätigt, dass ein Einspruch gegen seine vorzeitige Entlassung rechtens war, obwohl der Häftling durch gutes Verhalten im Gefängnis für eine Strafermässigung in Frage kam. Die "Doctrina Parot" wird vor allem bei Häftlingen der ETA angewandt, kann aber auch bei anderen Gefangenen benutzt werden, wenn sie in den Augen der Justiz besonders verwerfliche Taten begangen haben. Für spanische Kommentatoren handelt es sich bei dieser vom Obersten Gerichtshof abgesegneten Maßnahme nur um eine andere Form der "venganza" (Rache)...

No volverá a ocurrir - Worte eines reuigen Sünders

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"No volverá a ocurrir" erklärte heute der spanische König beim Verlassen des Krankenhauses. Damit will er sagen "es wird nicht mehr passieren". Er wird nicht mehr auf Elefantenjagd gehen und sich die "cadera", "Hüfte", brechen und gleichzeitig Spanien in schweren Zeiten den Rücken kehren. Weiterhin beteuert er: "Lo siento mucho", "es tut mir furchtbar leid". Und noch ein Geständnis: "Me he equivocado", "ich habe mich geirrt". Seine Worte sprach er beim Verlassen des Krankenhauses "apoyado en dos muletas", "auf zwei Krücken gestützt". Wofür er sich entschuldigen muss, kann hier nachgelesen werden.

Kale borroka - dabei geht viel in die Brüche

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"Kale borroka" ist ein baskischer Begriff, der aber auch in anderen Regionen Spaniens verwendet wird. Auf spanisch bedeutet dieser Begriff "lucha callejera". "Lucha" ist der "Kampf" und "callejera" kommt von "calle", was "Strasse" bedeutet. "Kale borroka" ist also der "Straßenkampf". Oft werden auch Akte des Vandalismus als "kale borroka" bezeichnet. Der Präsident der katalanischen Landesregierung hat gestern Ausschreitungen in Barcelona im Rahmen des Generalstreiks mit "kale borroka" verglichen und gleich eine Definition dazu geliefert: un movimiento de "vandalismo, gamberrismo y destrucción del espacio público". Übersetzt: Eine Bewegung, die mit "Vandalismus, Zerstörungswut und Beschädigung des öffentlichen Raumes einhergeht".

El recibo de la luz - lastet schwer auf dem Verbraucher

"Recibo" ist das Wort für "Quittung" und bei "luz" geht es um "Licht". Bei der "Quittung des Lichtes" geht es für die Spanier um nichts anderes als die ungeliebte "Stromrechnung". Zur Zeit jammern die Stromproduzenten, dass ihnen die Stromrechnung zu niedrig ausfällt. Die Verbraucher sparen beim Strom, weil sie kein Geld mehr haben. Dadurch nehmen die Versorger unter dem Strich weniger ein. Um das auszugleichen, wollen sie einen kräftigen Aufschlag. Die Regierung ist entsetzt!

Insumisión fiscal - verweigern, was des Staates ist

Wenn die Spanier nicht mehr Steuer zahlen wollen, kommt es zur "insumisión fiscal". Es handelt sich also um einen "Steuerstreik" oder eine Weigerung Steuern zu bezahlen. Es gibt auch die Begriffe "resistencia fiscal", bei dem es eher um einen "Widerstand" gegen das Steuern zahlen geht. Man kann aber auch den Begriff "desobediencia fiscal" verwenden, wobei "desobediencia" für Ungehorsam steht, also übersetzt "Steuer-Ungehorsam".