Marimacho - aus der Welt der männlichen Vorurteile
Link abrufen
Facebook
X
Pinterest
E-Mail
Andere Apps
"Marimacho" ist in Spanien ein Schimpfwort für Frauen, die ein maskulines Benehmen an den Tag legen. Also z. B. Fußballspielerinnen im Frauenfußball werden als "Marimachos" beschimpft. Die derzeit beste spanische Fußballspielerin, Vero Boquete, erklärte vor kurzem in einem Interview, dass sie diese Beschimpfung in ihrer Fußballkarriere oft hören musste und dass dies nicht sehr angenehm für sie war.
Der Begriff "marimacho" ist aus den Wörtern "Maria" und "macho" zusammengesetzt. In anderen spanischsprachigen Ländern gibt es noch Bezeichnungen wie "machona", "machorra" und "machota".
G
M
T
Text-to-speech function is limited to 100 characters
"Pisos" sind Wohnungen und in Verbindung mit "turisticos" kann man dieselbe als "Ferienwohnungen" übersetzen. Spanien ist voll mit "pisos turisticos", aber leider dienen diese nicht der Unterbringung der Bevölkerung, sondern stehen die meiste Zeit ungenutzt herum. Für viele Immobilienbesitzer ist es lukrativer, die Wohnungen an Feriengäste zu vermieten, als an die einheimische Bevölkerung. Die Wohnungsnot ist in Spanien inzwischen so groß, dass von der Regierung gefordert wird, endlich etwas für die Regulierung der "pisos turisticos" zu tun.
"El súbdito" ist das Wort für "der Untertan". Der spanische Staat bezeichnet seine Bürger von alters her mit diesem in anderen längst verpönten Wort. Man versucht das jetzt auch umzudeuten in "Staatsbürger", in seiner Herkunft ist es aber ein Begriff, der aus der Welt der absoluten Monarchie stammt. "Súbdito del Rey" bedeutete von alters her "Untertan des Königs". Laut Wikipedia (spanisch) wurde der Begriff nach der französischen Revolution als Gegenbegriff zu "ciudadano" (=Bürger) gebraucht, weil "súbdito" die Unterwerfung unter den König in der absoluten Monarchie entspricht, während "ciudadano" einen an der nationalen Souveränität beteiligten Bürger kennzeichnet. Kein Wunder also, dass inzwischen die Spanier /-innen aufbegehren, auch sie wollen als mündige Bürger anerkannt werden: "No somos súbditos, somos ciudadanos"
Die " Iniciativa popular " ist die spanische Version des "Volksbegehrens". Sie taucht auch gelegentlich unter dem Begriff "iniciativa ciudadana", "Bürgerinitiative" in den Medien auf. Die spanische Verfassung (Constitución) sieht die Möglichkeit vor, dass die Bürger (ciudadanos) dem Parlament Vorschläge (propuestas) machen. Der gesetzestechnisches Ausdruck für dieses Begehren heisst "Iniciativas Legislativas Populares", "Gesetzesinitiativen des Volkes" und wird "ILP" abgekürzt.
Kommentare
Kommentar veröffentlichen