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Súbdito del Rey - unbewältigte spanische Tradition

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"El súbdito" ist das Wort für "der Untertan". Der spanische Staat bezeichnet seine Bürger von alters her mit diesem in anderen längst verpönten Wort. Man versucht das jetzt auch umzudeuten in "Staatsbürger", in seiner Herkunft ist es aber ein Begriff, der aus der Welt der absoluten Monarchie stammt. "Súbdito del Rey" bedeutete von alters her "Untertan des Königs". Laut Wikipedia (spanisch) wurde der Begriff nach der französischen Revolution als Gegenbegriff zu "ciudadano" (=Bürger) gebraucht, weil "súbdito" die Unterwerfung unter den König in der absoluten Monarchie entspricht, während "ciudadano" einen an der nationalen Souveränität beteiligten Bürger kennzeichnet. Kein Wunder also, dass inzwischen die Spanier /-innen aufbegehren, auch sie wollen als mündige Bürger anerkannt werden: "No somos súbditos, somos ciudadanos"

Telemendicidad - statt Gerechtigkeit

Das spanische Fernsehen zeigt in seinem 1. Programm die Sendung "Entre Todos" (Unter allen oder besser "Unter uns"), in dem die Notlage von Menschen zu einem Medienspektakel gemacht wird. Für dieses Programm gibt es nun die neue Bezeichnung "Telemendicidad". Übersetzen kann man das mit "Bettelei übers Fernsehen". Gegen diese Art der Zurschaustellung von Notlagen gibt es Widerstand. Die Zeitung "El Pais" schreiben: "Das Mitleiden und Hilfsbereitschaft können die soziale Gerechtigkeit nicht ersetzen. Jedem Fachmann und Menschen mit der notwendigen Sensibilität fühlt sich von dieser schamlosen Zurschaustellung menschlichen Leidens abgestossen". Telemendicidad para todos

La capilla ardiente - vor der letzten Ruhe

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Stirbt man in Spanien, kommt der Leichnam in die "capilla ardiente". "Capilla" steht für "Kapelle" oft auch "Friedhofskappelle". "Ardiente" bedeutet "brennend" und ist wohl von den Kerzen her zu verstehen. "Capilla ardiente" steht auch für "Aufbahrung". Sie erlaubt es den Trauernden, Abschied von dem oder der Verstorbenen zu nehmen. Zur Zeit ist es Adolfo Suárez , der erste demokratisch gewählte Ministerpräsident Spaniens nach dem Tod des Diktators Francisco Franco, der verstorben und im "Congreso", dem spanischen Abgeordnetenhaus aufgebahrt ist. Etwa 10.000 Personen kamen heute zu seinem Aufbahrungsort (capilla ardiente). Die Zeitungen berichten von kilometerlangen Schlangen.

Hoja de ruta - auch bei spanischen Politikern beliebt

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Unter " hoja de ruta " versteht man den englischen Begriff "roadmap", für den es auf deutsch keinen vergleichbaren Begriff gibt. Wikipedia erläutert den Begriff so : "Die Roadmap ist ein populäres Synonym für eine Strategie oder einen Projektplan. Aus dem Englischen übersetzt bedeutet der Begriff wörtlich Straßenkarte." Die Spanier wollten es nicht beim englischen Wort lassen. Seit einiger Zeit benutzen sie recht extensiv den Begriff "hoja de ruta", mit dem sie zeigen wollen, dass sie eine bestimmt erfolgreiche Strategie in einer Sache verfolgen.

Chaleco antibalas - lästig aber erhöht die Sicherheit

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"Chaleco antibalas" ist eine "schusssichere Weste". Besonders genutzt wird sie bei der Polizei und beim Militär. Leider sind die Dinger recht schwer und den Trägern vor allem in der warmen Jahreszeit lästig. Die katalanische Regierung, die "Generalitat", will deshalb jetzt seinen "Mossos d'Esquadra" (katalanisch für "Einsatzpolizei") leichtere schusssichere Westen spendieren. Für die nächsten 3 Jahre sollen insgesamt 13.500 dieser Westen zu Gesamtkosten von 6.534.000 Euros beschaffft werden.

Violencia de género - Prügel in den eigenen 4 Wänden

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"Violencia de género" ist "geschlechterspezifische Gewalt". In der Regel richtet sie sich auch in Spanien gegen Frauen. Bei uns ist diese Art der Gewalt eher unter dem Begriff "häusliche Gewalt" bekannt. Am 25. November fand der "Día Internacional de la Eliminación de la Violencia contra la Mujer", der "Internationale Tag zur Eliminierung der Gewalt gegen die Frau" statt. Aus diesem Anlass wurde auch gegen die in Spanien immer noch weit verbreitete Gewalt der Männer gegen Frauen, vor allem auch innerhalb einer Partnerschaft hingewiesen. Zur Zeit befinden sich galicische Frauen, die Opfer der Gewaltorgien ihrer Männer wurden, im "huelga de hambre", im "Hungerstreik".

Dia de la Banderita - dient der Sammlung

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" Dia de la Banderita " bedeutet "Tag des Fähnchens". Es ist der Tag des "Cruz Roja Española", des "spanischen Roten Kreuzes". Der Tag wird seit etwa 100 Jahren jedes Jahr gefeiert und er dient dem spanischen Roten Kreuz zur Sammlung von Spenden. Ihre Mitglieder bevölkern an diesem Tag die Straßen mit "huchas", "Sparbüchsen", und nötigen dem Volk eine wohltätige Gabe für die Arbeit der Organisation ab. Das Rote Kreuz beschreibt das auf seiner Webseite so: "Die Arbeitsweise besteht darin an markanten Punkten der Stadt Madrid Tische aufzustellen, denen sich die Bürger solidarisch nähern, um mittels einer Spende in die Sparbüchse unsere Arbeit zu unterstützen."